Donnerstag, 26. März 2009

Soziale Netzwerke (résautage)

Virtuelle Gemeinschaften wachsen unaufhörlich. Deshalb bekommen virtuelle soziale Netzwerke einen zunehmenden Stellenwert, sowohl im sozialen wie auch im beruflichen Leben.
In sozialen Netzwerken lässt sich ein Profil erstellen mit dem schulischen und beruflichen Werdegang. Ausserdem werden Kontakte geknüpft, Erfahrungen ausgetauscht und Geschäfte abgewickelt - zumindest in der Theorie. Praktisch werden vor allem bestehende reelle Kontakte nachgebildet oder zur Teilnahme eingeladen.
In einem weiteren Schritt erfolgt dann unter Umständen (je nach Zeitaufwand, den man zu investieren bereit ist) die Teilnahme an Foren zu geschäftlichen, regionalen oder privaten Themen. So lernt man virtuell Leute kennen. Dabei ist die Gratwanderung im Netz die gleiche wie im wirklichen Leben: Wieviel gibt man von sich Preis, was behält man für sich? Im Gegensatz zur reellen Welt vergisst das Internet jedoch nie und nichts. Siehe dazu etwa: «Identitäten im Internet – das Ende der Anonymität?» (empfehlenswerte Neuerscheinung zum Thema).

  • Wichtig ist in jedem Fall, die Einstellungen betreffend Privatsphäre bewusst vorzunehmen und Privates von Gesellschaftlichem zu trennen, wie man es auch im echten Leben tut.

Bekannte professionelle Netzwerke:
Spoke http://www.spoke.com 40 Mio Mitglieder, englisch; vor allem amerikanisch, viele Führungskräfte.
LinkedIn http://www.linkedin.com 35 Mio Mitglieder, dt/en/es/fr; international, lange nur in den beiden amerikanischen Sprachen en/es verfügbar, in Europa weniger verbreitet
Xing http://www.xing.com 7 Mio Mitglieder, dt/en/es/fi/fr/hu/it/ja/ko/pl/pt/nl/sv/ru/tk/zh; sehr stark im deutschen Sprachraum, Spanien, Türkei, Europa. Lokale Veranstaltungen durch Mitglieder selber veranstaltet (Informationen durch entsprechende Gruppen).
Viadeo http://www.viadeo.com 7 Mio Mitglieder, dt/en/es/fr/it/pt/nl/
Rezonance http://www.rezonance.ch 22 000 Mitglieder, französisch; grösstes professionelles Netzwerk im Welschland, mit monatlichen Veranstaltungen, damit man sich auch richtig kennenlernen kann (was in der geographisch kleinen Westscheiz besser möglich ist).
Manager-Lounge http://www.manager-lounge.com 2000 Mitglieder, deutsch; strenge Aufnahmekriterien. Bietet auch Veranstaltungen an, v.a. in Deutschland, da ein Produkt des deutschen Manager-Magazins.

Sonntag, 8. März 2009

Konkurrenzbeobachtung in der Schweiz

Gerade in finanziell schwierigen Zeiten kommt der Konkurrenzbeobachtung wieder vermehrt Gewicht zu. Für kleinere Unternehmen stellt sich da jedoch oft die Frage des Preises. Dank einer kürzlich publizierten Studie können KMU nun am aktuellen Hochschulwissen partizipieren, das sie bereits mit den Steuern bezahlt haben...

Mit Competitive Intelligence (CI), Bezeichnung für Konkurrenzbeobachtung und Marktanalyse, in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen der Schweiz befasst sich eine Studie zweier Studenten der führenden informationswissenschaftlichen Hochschulen der Schweiz, der HTW Chur und der HÉG Genf.

Die Studie ist das Ergebnis einer Bachelor-Arbeit, welche in Zusammenarbeit mit den beiden Fachhochschulen Haute école de gestion (HÉG) Genf, und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Chur, erstellt wurde. Zusätzlich unterstützt wurde die Studie durch das französische CI-Software-Unternehmen Digimind, welches bereits Online-Befragungen zu diesem Thema umgesetzt hatte und nun die Resultate publiziert. Sie kann in elektronischer Form aus dem Netz geladen werden: http://www.digimind.fr/actu/publications/etudes-de-marche/681-barometer-2008-ci-in-der-schweiz.htm

Für sämtliche Fragen, welche die Studie betreffen, stehen die beiden Studenten Matthias Kramer (deutschsprachigen Ausgabe) und Alain Mermoud (französischsprachigen Ausgabe) zur Verfügung.

Quelle: Swisslib

Montag, 23. Februar 2009

Télétravail et risques de protection des informations

La technologie a permis à de nombreuses entreprises d’étendre les frontières de leurs bureaux pour donner l’opportunité à leurs collaborateurs d’utiliser les technologies mobiles de télécommunication et de pouvoir travailler n’importe où.

Les bénéfices liés au télétravail sont nombreux: économies de coûts dues à des occupations de bureau réduites, à la suppression des distractions et des temps de trajet liés à un travail en bureau, souplesse pendant les périodes de perturbations externes et service clientèle renforcé grâce à une amplitude horaire supérieure. Votre entreprise devrait utiliser les technologies Virtual Private Networking (VPN), CITRIX, Blackberry etc. pour permettre à ses collaborateurs de rester connectés au bureau sans physiquement y être.

Quels sont les risques liés au télétravail?

Les risques associés au télétravail ne sont pas nouveaux, avant même l’ère des ordinateurs et de l’Internet, lorsqu’ils allaient en voyage d’affaires ou travaillaient à domicile, les collaborateurs transportaient avec eux des documents imprimés, des listes de clientèle, des informations confidentielles etc. Dans l’environnement de travail actuel, une très grande quantité de données importantes sont cependant stockées sur du matériel informatique. Nous devons être conscients des risques associés au télétravail. Le risque majeur est la violation des exigences légales et règlementaires, la divulgation d’informations sensibles relatives à l'entreprise à des parties non autorisées ou au public étant susceptible de porter gravement atteinte à la marque de l'emloyeur.

Voici quelques exemples courants de scénarios à risque associés au télétravail:

  • Perte physique ou vol d’informations ou appareils contenant des informations sensibles (ex. ordinateur portable, clé USB, Blackberry, PDA etc.)
  • Accès injustifié de personnel non autorisé aux biens dont la compagnie est détentrice, ex. un collaborateur autorise les membres de sa famille ou des amis à utiliser l’équipement fourni par la compagnie.
  • Utilisation d’équipement non fourni par la compagnie pour traiter des informations relatives à la compagnie ex. ordinateurs personnels utilisés pour l’exercice de son activité au sein de la compagnie.
  • Informations d’impression sans les options d’élimination adéquates ex. déchiqueteurs de documents en nombre insuffisant ou défaillance en matière de services d’élimination sécurisé des appareils de stockage des données (ex. CD, DVD et clés USB, etc.).
  • Utilisation de méthodes de communication non sécurisées, ex. Connexion à des points d’accès sans fil non sécurisés du voisinage ou des cybercafés locaux ou utilisation de logiciels de messagerie personnels pour son activité professionnelle.

Que pouvez-vous faire pour réduire les risques liés au télétravail?

  • Sécurisez physiquement vos appareils informatiques et veillez à ce qu’ils ne soient jamais accessibles en votre absence (utilisez les verrouillages fournis, s’il y en a).
  • N’autorisez jamais quelqu’un d’autre à utiliser les équipements ou appareils informatiques que la compagnie vous a fournis.
  • Utilisez toujours votre connexion virtual private network (VPN). Utiliser un VPN, c’est être sûr de posséder une connexion sécurisée. Même si quelqu’un voulait vous espionner en visualisant vos flux d’informations, rien ne serait lisible.
  • Signalez immédiatement tout incident relatif à une perte ou à un vol d’équipement ou d’appareils à l’IT helpdesk.
  • N’envoyez pas de documents confidentiels (ex. DOC, PPT et XLS) à des comptes de messagerie personnelle.
  • Ne stockez jamais de données confidentielles sur des appareils portables non protégés. Utilisez si possible les lecteurs du réseau.

Source: «Zurich» Assurance

Dienstag, 10. Februar 2009

Informationssicherheitsrisiken bei Telearbeit

Die Technologie ermöglicht es vielen Unternehmen, die Grenzen ihrer Büroräume zu erweitern: Die Mitarbeiter können mobile Telekommunikationstechnik nutzen, und praktisch überall arbeiten.

Telearbeit bietet viele Vorteile, unter anderem Kosteneinsparungen aufgrund einer geringeren Bürobelegung, keine Ablenkungen und Fahrzeiten zu einem Büro, Flexibilität während externer Unterbrechungszeiträume und einen besseren Kundenservice aufgrund längerer Geschäftszeiten. Eine Firma soll Technologien wie Virtual Private Networking (VPN), CITRIX, Blackberry usw., einsetzen, durch die die Mitarbeiter mit dem Büro verbunden sind, ohne physisch anwesend zu sein.

Welche Risiken sind mit Telearbeit verbunden?

Die mit Telearbeit verbundenen Risiken sind nicht neu, selbst vor dem Zeitalter von Computer und Internet waren die Mitarbeiter auf Geschäftsreisen bzw. nahmen gedruckte Unterlagen, Kundenlisten, vertrauliche Informationen mit nach Hause und arbeiteten dort. In der heutigen Arbeitsumgebung sind jedoch sehr viele wertvolle Daten auf elektronischen Geräten gespeichert. Wir müssen uns den mit Telearbeit verbundenen Risiken bewusst sein. Die wichtigsten Risiken bestehen in einer Verletzung von gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Anforderungen, wobei der Marke des Arbeitgebers ein grosser Schaden entsteht, wenn geheim zu haltende Informationen des Unternehmens unbefugten Parteien oder der Öffentlichkeit bekannt werden.

Nachfolgend finden Sie einige allgemeine Beispiele für Risikoszenarien in Verbindung mit Telearbeit:

  • Physischer Verlust oder Diebstahl von Informationen oder Geräten, die vertrauliche Informationen enthalten (z. B. Laptop, USB-Stick, Blackberry, PDA, usw.)
  • Unangemessener Zugang durch nicht befugtes Personal zu Gegenständen im Eigentum des Unternehmens, z. B. wenn ein Mitarbeiter Familienmitgliedern oder Freunden die Verwendung der Ausrüstung gestattet, die vom Unternehmen bereitgestellt wurde
  • Verwendung von nicht vom Unternehmen bereitgestellter Ausrüstung für die Bearbeitung von Unternehmensinformationen, z. B. Nutzung von PCs für geschäftliche Angelegenheiten
  • Ausdruck von Informationen ohne geeignete Entsorgungsmöglichkeiten, z. B. kein Reisswolf oder keine sicheren Entsorgungsdienste für Datenspeichergeräte (z. B. CDs, DVDs und USB-Sticks, usw.)
  • Nutzung unsicherer Kommunikationsmethoden, z. B. Verbindung über unsichere drahtlose Zugangspunkte in der Umgebung oder lokalen Coffeeshops bzw. Nutzung persönlicher E-Mail-Systeme für geschäftliche Angelegenheiten.

Wie können die mit Telearbeit verbundenen Risiken verringert werden?

  • Sichern Sie Ihre elektronischen Geräte stets physisch und lassen Sie sie niemals unbeaufsichtigt (verwenden Sie Datensperren, falls verfügbar).
  • Gestatten Sie niemals die Nutzung Ihrer vom Unternehmen bereitgestellten elektronischen Ausrüstung bzw. Geräte durch Dritte.
  • Verwenden Sie immer eine VPN-Verbindung (Virtual Private Network). Achten Sie bei der Verwendung eines VPN darauf, dass Sie über eine sichere Verbindung verfügen. Selbst wenn jemand den Datenverkehr anschauen wollte, sind die Daten so nicht lesbar.
  • Melden Sie dem IT-Helpdesk umgehend alle Vorfälle, die den Verlust oder Diebstahl von Ausrüstung oder Geräten betreffen.
  • Übermitteln Sie keine vertraulichen Dokumente (z. B. DOC, PPT oder XLS) an persönliche E-Mail-Konten.
  • Speichern Sie niemals vertrauliche Daten auf ungeschützten tragbaren Geräten. Verwenden Sie, wenn immer möglich, Netzwerklaufwerke oder verschlüsselte USB-Geräte.

Quelle: «Zürich» Versicherung

Sonntag, 1. Februar 2009

Die Bibel für Recherche im Internet

Das Schweizer Portal für Recherche im Internet (SPRINT) der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in Chur wurde umfassend überarbeitet. Das Portal, mit seinen zwölf Jahren ein Urgestein im Internet, wurde im Laufe des Winters 2008/2009 von Studenten der Informationswissenschaft einer grossen Revision unterzogen: Jede Information wurde überprüft, neue Trends aufgespürt und die Inhalte entsprechend ergänzt.

Das Schweizer Portal für die Recherche im Internet (SPRINT) bietet seit anfangs 1997 einem Fach- und Hochschulpublikum sowie der breiten Öffentlichkeit Informationen für die Suche im Internet. Zum einen werden umfangreiche Fachinformationen über Informationsdienste, Suchverfahren und Suchmaschinen angeboten, zum anderen vermittelt SPRINT konkrete Hilfe für die Recherche im Internet. Weiter kann über kommentierte Zusammenstellungen direkt auf zahlreiche allgemeine und spezialisierte Suchdienste zugegriffen werden. E-Learning-Angebote für das Selbststudium, Multiple-Choice-Tests, ein Glossar sowie Linkverzeichnisse runden das Angebot ab.

Umfangreiche Fachinformation
Den besten Ansatz von Lernen gibt es nicht. Daher stützt sich SPRINT auf ein didaktisches Konzept, welches einen pragmatischen Ansatz verfolgt. Lernen soll Erfahrungen ermöglichen und einen Bezug zur Lebenswelt haben. Dies äussert sich in einer explorativ und logisch strukturierten Lernumgebung gewählt, um der heterogenen Zielgruppe mit unterschiedlichem Vorwissen und unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden. Das Angebot von SPRINT ist dementsprechend möglichst offen und vielseitig angelegt. Bei der Gestaltung wurden neben allgemeinen mediendidaktischen Aspekten insbesondere die spezifischen medialen Gegebenheiten des World Wide Web berücksichtigt.

Die Suche im Internet ist heute für viele Leute selbstverständlich und die Resultate erscheinen auf den ersten Blick oftmals zufriedenstellend. Dennoch sind bei der Recherche über Suchmaschinen verschiedene Punkte zu beachten, denn keine Suchmaschine findet auf jede Frage die passende Information und nicht jedes Verzeichnis vermerkt die gleichen Themengebiete. Angesichts der Fülle von Informationen, die über das Internet verfügbar sind, sollten Studenten, Forscher und wissenschaftliches Personal über gute Kenntnisse der vorhandenen Suchmöglichkeiten verfügen, ebenso wie über das Vorgehen bei der Informationssuche. Darüber hinaus können vertiefte Kenntnisse über die Funktionsweise, Möglichkeiten und Grenzen von Informationsdiensten die Recherchen verbessern und bei der Bewertung von Informationen hilfreich sein.

Praxis im Mittelpunkt
Das Portal will insbesondere Personen ansprechen, die das Recherchieren im Internet lernen oder ihre Recherchekenntnisse ausbauen wollen. Daher richtet es sich nicht nur an Studierende der Informationswissenschaft, sondern ist auf ein breites Hochschulpublikum zugeschnitten.

SPRINT rückt immer wieder die Recherche, d.h. die tatsächlich ausgeführte Suche ins Zentrum. Kenntnisse über Suchstrategien, Suchmethoden oder Suchverfahren sollen zur effektiven und reflektierten Nutzung von Suchdiensten führen. Dies lässt sich nur in der Praxis üben und verbessern. Die Inhalte von SPRINT sind daher als Grundlage und Ausgangspunkt für Recherchen zu verstehen, denn Recherchekompetenz lässt sich nicht vermitteln, sie kann allenfalls gefördert werden. Im passwortgeschützten Bereich, steht deshalb den Dozenten, die solche Kompetenzen fördern, didaktisch aufbereitetes und auf das Portal abgestimmtes Lehrmaterial zur Verfügung.

Seit der ersten Lancierung vor über zwölf Jahren ist SPRINT regelmässig überarbeitet, erweitert und dem neusten Stand der Technik angepasst worden. Dabei gingen dem Initianten, Prof. Dr. Bernard Bekavac, jeweils Studenten der Abschlusssemester des Studienganges Informationswissenschaft der Hochschule für Technik und Wissenschaft (HTW), Chur, zur Hand. Seit 2009 steht das Portal unter einer benutzerfreundlichen Creative-Commons-Lizenz.

Geschichte
Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit erstellte Bernard Bekavac im Januar 1997 die Urversion von SPRINT. Regelmässig wurde das Rechercheportal aktualisiert und erweitert, unter anderem durch einen Studenten namens Joachim Griesbaum, heute bekannter Buchautor zum Thema. Die letzten grossen Überarbeitungen haben – wiederum durch Studenten – 2005 und im Winter 2008/2009 stattgefunden. SPRINT wird vom Studiengang Informationswissenschaft der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in Chur betrieben. Ausserdem bietet SPRINT seit 2009 auch E-Learning-Angebote fürs Selbststudium und Lehrmaterialien für Dozenten.

Verknüpfung: http://sprint.informationswissenschaft.ch

Dienstag, 20. Januar 2009

Endlich Ferien – günstiges Angebot finden

«Ich sehe immer wieder Leute, die anscheinend richtig Übung mit den Suchmaschinen für billige Flüge haben. Ich bin in der Hinsicht ungeübt bis blond - vielleicht mag mir ja jemand helfen: suche einen preiswerten Flug von München nach Islamabad im nächsten Juli - ca. 4.7. - 1.8.
Ich suche auch selber, aber ich dachte, vielleicht kanns hier noch jemand besser. Nina
.»

Ich bin zwar nicht Billigflugexperte, aber Suchexperte. Am einfachsten gehst Du so vor:

1. Nimm eine Suchmaschine mit einem einzigen Suchfeld (Altavista, Ask, Cuil, Google, Yahoo, etc.). Tippe das Wort «Billigflug» ein und klicke auf «Suche». Es gibt dann über eine Million Treffer.

2. Klicke auf das erste Suchresultat mit der rechten Maustaste (oder Taste «ctrl»/Mausklick mit Macintosh und Eintastenmaus) «öffnen in einem neuen Tab» (oder neuem Fenster, falls Du einen alten Browser hast). Gib die Daten ein und lass Dir den Flug suchen.

3. Gehe zurück zum Tab/Fenster der Suchmaschine und gehe gleich vor wie unter /2./ beschrieben mit dem zweiten Suchtreffer, dann dem dritten, dem vierten, etc.

4. Tabs/Fenster, die Dir schlechte oder teurere Resultate ergeben kannst Du schliessen, die anderen (z.B. die jeweils drei billigsten) lässt Du offen.

5. Fahre so fort bis zum Suchresultat zwanzig (das ist auf der Trefferseite 2).

Hast Du nun ein zufriedenstellendes Resultat gefunden? Sonst schaust Du noch die 3. Trefferseite an. Wenn Du gefunden hast und nicht mehr suchst, dann bist Du richtig vorgegangen…

Übrigens: cuil.com durchsucht 124 Milliarden Webseiten, das ist mir Abstand der grösste Suchmaschinenindex, grösser als Google und noch grösser als die meisten anderen Suchmaschinen.
Aber eigentlich reicht Dir ja ein einziger Treffer, wenn Du die Gewissheit hast, dass er Dir den günstigsten Flug anzeigt. Nur gibt es das leider nicht. Wenn Du fünf Billigflugsuchmaschinen durchsuchst statt eine, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, ein gutes Angebot zu finden. Ich denke ab 12-15 wird es immer unwahrscheinlicher, ein noch billigeres Angebot zu finden, was jedoch nicht ausgeschlossen ist. Tipp: Setze Dir eine Zeitlimite: eine Stunde. Oder zwei. Oder drei. Egal, aber halte Dich dran, sonst suchst Du sieben Abende lang und regst Dich höchstens auf.

Sonntag, 4. Januar 2009

Digitales Gedächtnis vs. vergessen

Ein Amerikaner hält jedes Ereignis seines Lebens fest und hat, wie die NZZ am Sonntag berichtet, bisher 553 385 Dokumente gespeichert. Er hält jeden Augenblick, jede kleine Freude, jeden Streit fest, um herauszufinden, wieviel Speicherplatz ein Leben benötige. Lösung für die Zukunft?

Gordon Bell, ein 74-jähriger US-Computerwissenschafter, zeichnet alles auf. Er speichert, was ihm begegnet, was um ihn geschieht, was er liest, schreibt, sagt. Er scannt ein, fotografiert, zeichnet auf. Pensionierung sei für ihn kein Thema, seine Arbeit endet nie. 1995 fragte er sich, was er mit dem Gerümpel machen solle, das sich um ihn herum angesammelt hatte, mit den Bildern, Büchern, Papieren. Statt aufzuräumen, zu trennen, wollte er wissen, was nötig sei, um alles aufzubewahren. 2001 fing er mit Einscannen an. Eine Kamera, die an einer Schnur um den Hals hängt, zeichnet Menschen, ein GPS-Gerät Orte, ein drittes Utensil Stresssituationen, Herzschläge, Blutdruck, Kalorienverbrauch auf.

Gehirn ist Computer voraus
Sich an alles erinnern? Nie mehr vergessen? Vor langer Zeit schrieb Rainer Maria Rilke: «Es ist wichtig, sich zu erinnern. Noch wichtiger ist, zu vergessen.» Der Neuropsychologe Lutz Jäncke von der Universität Zürich sagt: «Die wichtigste Eigenschaft unseres Gedächtnisses ist vergessen. Ich bezweifle sehr, ob wir mit einem digitalen Gedächtnis umgehen könnten.» Unser Gedächtnis sammelt nicht, es interpretiert. «Ein digitales Gedächtnis würde uns überfordern, weil es uns an unwichtige, schlechte, vielleicht peinliche Dinge der Vergangenheit erinnert, die in der Rückschau aus dem emotionalen Kontext gerissen werden.» Das Lebensgefühl, der Kontext wäre nicht mehr nachvollziehbar, das Geschehene wäre es sehr wohl.

Doch auch Bell, dessen Gedächtnis frei von Unnötigem sei, da alles, sein ganzes Leben auf dem Computer gespeichert ist, kommt nicht ohne Interpretation aus: Sein Team sucht Möglichkeiten, die Datenflut zu sortieren, Wichtiges hervorzuheben, Unwichtiges zu verstecken, weil der Nutzer das nicht selber machen wolle. Vielleicht ist es doch besser, sich an Rilke zu halten und ab und zu etwas Altpapier zu bündeln.

Quelle: NZZ am Sonntag, 4. Januar 2009 (Auszüge; ganzer Artikel hier klicken)