Montag, 2. März 2015

Die Vorteile der totalen Überwachung

Wir erleben den grössten Überwachungsskandal der Geschichte: Neben jedem Bürger, dessen Daten irgendwann einmal durchs Netz geschickt werden, sind selbst Regierungen und ehemals mächtige Politiker Opfer der illegalen menschenrechtsbrechenden Sammelwut der Geheimdienste.

Doch wie kommt es, dass nach Bekanntwerden nichts passiert? Ganz einfach, wir lieben Überwachung!

Wir lieben Überwachung so sehr, dass wir statt Veränderung einzufordern, jubelnd dem nächsten Geheimdienstausbau entgegenfiebern, oder ihn zumindest schulterzuckend hinnehmen. Wir alle profitieren von Überwachung. Und wer noch anderer Meinung ist: Es gibt 7 sehr gute Gründe warum auch Sie Überwachung lieben sollten. Schauen Sie selbst:



Dies ist leider nur zur Hälfte Satire.

Montag, 16. Februar 2015

Vorratsdatenspeicherung widerspricht dem Rechtsstaat

Im Sommer hat der UNO-Menschenrechtskommissar einen deutlichen Bericht zum Recht auf die Privatsphäre im digitalen Zeitalter veröffentlicht. Am 8. Dezember 2014 hat der Menschenrechtskommissar des Europarats dazu noch einen weiter gefassten Bericht zur Rechtsstaatlichkeit in der digitalen Welt veröffentlicht. Darin wird unter vielem auch auf die Vorratsdatenspeicherung eingegangen – und dabei das Urteil vom Europäischen Gerichtshof gestützt.

Der Bericht kommt zum Schluss: Vorratsdatenspeicherung widerspricht der Rechtsstaatlichkeit grundsätzlich, wie die Digitale Gesellschaft vermeldet hatte.



Der Appell «Übernehmen wir Verantwortung für unsere Menschenrechte!» kann online unterschrieben werden.

Montag, 2. Februar 2015

Une appli ressuscité des cendres génocidaires

Image: Courtney Sparkman
Si en entend parler de Goma, on pense plutôt au génocide, aux 1001 rebellions ou du cimetière des avions au bord du tarmac, mais Goma, c'est aussi l'informatique, le téléphone intelligent et une jeunesse qui veut construire une avenir plus promettant. Dans un article, Poly Muzalia raconte l'histoire d'une équipe d’étudiants de l’Institut supérieure d’informatique et de gestion (ISIG) de Goma, qui avait créé un appli pour les téléphones intelligents.

Cette appli, «Phonexet», contient tous les questionnaires des examens de maturité depuis 2000 et permet ainsi aux étudiants de se préparer aux examens d’État sans courir à gauche et à droite pour trouver des copies anciens examens. Ces jeunes gens ont démontré à leur manière, qu’avec peu de moyens on peut aboutir aux actions concrètes. Pourtant, si vous cherchez Phonexet dans les chaînes de distribution respectifs: pas de succès. Morgan Selemani qui faisait partie de l’équipe qui a conçu cette petite merveille, disait à Muzalia qu’ils l’ont étudient une manière de pouvoir commercialiser leur produits.

Ceci est en pricipe très simple, selon le system d'opération, il faut soumettre l'appli à l'un des magasins en ligne suivant:
  • Apple App Store
  • Google Play
  • Windows Phone Marketplace
  • Blackberry App World
  • Samsung Apps
  • Logithèque Ubuntu
Dommage, que ce n'est pas encore fait, mais les étudiants de Goma peuvent toujours le faire.

Montag, 19. Januar 2015

Internet, bitte bevormunde uns

Hat andere Qualitäten:
miteinander fernsehen (1958).
«Man schaltet den Fernseher ein, um sein Gehirn abzuschalten. Und man schaltet den Computer ein, um sein Gehirn einzuschalten», sagte der 2011 verstorbene ehemalige Apple-Chef Steve Jobs an der Mac World 2004. Eli Pariser widerspricht ihm, wenigstens teilweise: «Die personalisierte Filterung wird immer besser, und so werden wir immer weniger Energie für die Auswahl eines bestimmten Inhalts aufbringen werden.»

Angefangen hat die Bevormundund mit der Lancierung von Google Instant im Jahr 2009: Die Suchmaschine gibt schon bei der Eingabe vor, zu wissen, was man sucht. Nach Einschätzung von Sheryl Sandberg, Facebooks Nummer 2, kommen uns bereits in drei bis fünf Jahren Websites, welche nicht auf den einzelnen Nutzer abgestimmt sind, «seltsam veraltet» vor.

Montag, 5. Januar 2015

Ist die Privatsphäre noch zu retten?

Foto:  Nimkenja
Unter diesem provokativen Titel publizierte die Neue Zürcher Zeitung einen Meinungsbeitrag von Béatrice Acklin Zimmermann:

In vielen Barockkirchen begegnet einem oberhalb des Hauptaltars das «Auge Gottes», ein Dreieck mit einem stilisierten Auge in der Mitte, das symbolisieren soll: Gott ist überall, er sieht alles. An die Stelle des allgegenwärtigen «Auges Gottes» scheint heute das Auge des Internets getreten zu sein: Ob Nacktbilder von sogenannten Prominenten oder Einkaufs- und andere Vorlieben, nichts und niemand scheint dem wachsamen Blick des Internets zu entgehen. Jede aufgerufene Website, jede geschriebene E-Mail, jede verschickte Foto – nichts bleibt im Internet verborgen oder vergessen, was ich tue und treibe, ist seinem panoptischen Blick ausgeliefert.

Totale Transparenz
Nicht mehr das «Auge Gottes», sondern nunmehr der fremde Blick des Internets scheint heute Disziplinierungsmittel und moralischer Imperativ für die totale Transparenz zu sein. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die Aussage von Google-Chef Eric Schmidt: «Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.» Noch zugespitzter äussert sich der Philosoph und Publizist Ludwig Hasler über den «fremden Blick des Internets»: «Er ertappt mich in meinem bewusstlosen routinierten Treiben. So ertappt, muss ich wählen: Stehe ich zu dem, was ich tue? Muss ich mich unter dem fremden Blick ändern?» Das Internet als quasireligiöse Instanz, die mir sagt, was ich zu tun und zu lassen habe und in welcher Hinsicht ich mich ändern bzw. bekehren muss?

Wer im Internet einkauft, Geldüberweisungen tätigt und Flüge bucht, hinterlässt eine so lange Datenspur, dass einem die Aufregung über die in früheren Jahren im Rahmen der Volkszählungen gesammelten Datenmenge geradezu lächerlich vorkommen muss. Im Unterschied zu damals hat sich
heute über die ganze Gesellschaft ein unsichtbares Überwachungsnetz gespannt, das die Geheimhaltung persönlicher Informationen und Bewegungen erschwert und eine Aufweichung der Privatsphäre bewirkt. Gleichzeitig ist eine Dauerpräsenz von Privatem im öffentlichen Bereich zu beobachten: Der Beichtstuhl wird in die Talkshow verlegt, die Absolution erfolgt vor laufender Kamera – Stichwort «Selfiegate».

Gefahren drohen der Privatheit gleich von mehreren Seiten: Ob auf Bahnhöfen, Autobahnen oder Schulhöfen, ob ich gehe oder liege, der Blick der zahlreichen Videoinstallationen beobachtet mich, sobald ich die vor die eigene Haustüre trete. Und die schöne neue Welt der Biometrie erlaubt nicht nur zahlreiche persönliche Informationen über die Inhaber des elektronischen Reisepasses, sondern sie lässt aufgrund des genetischen Fingerabdrucks auch Aussagen über deren Verwandte zu. Auch die Tatsache, dass mit der Revision des Gesetzes über die Post- und Fernmeldeüberwachung die Vorratsdatenspeicherung erheblich ausgebaut worden ist, hat nur verhaltenen Protest hervorgerufen. Die Über wachung privater Freiheit und das Observieren durch einen Staat, in dem immer mehr Bürger eine Art Sicherheits agentur sehen, scheint gesellschaftlich grösstenteils akzep tiert zu sein.
Steht die Privatheit angesichts all der Bedrohungen, durch den Staat ebenso wie durch Private, nicht auf gänzlich verlorenem Posten? Befinden wir uns auf dem Weg in eine «Post-privacy-Gesellschaft»? Ist Privatheit überhaupt noch zeitgemäss, wo der Zeitgeist laut dem Soziologen Wolfgang Sofsky Bekanntheit doch weitaus höher schätzt als Privatheit?

Privatheit ist der Feind jeder Diktatur
Wer Privatheit als überholt und nicht mehr zeitgemäss be trachtet, verkennt, dass es dabei nicht um Geheimniskrämerei oder Gesellschaftsmüdigkeit, sondern um einen wesentlichen Teil der persönlichen Freiheit geht. Dass ohne das Grundrecht auf Privatheit eine freiheitliche Gesellschaft nicht möglich und Privatheit der Feind jeder Diktatur ist, zeigt sich an tota litären Staaten: Wer sich ständig überwacht und beobachtet weiss, sieht sich zur Konformität gezwungen.

Die Reservate der Privatheit ermöglichen es hingegen, frei von fremden Einflüssen aller Art Entscheide autonom zu tref fen, persönlichen Vorstellungen ungehindert nachzugehen und Dinge zu sagen, die sich nicht dem Diktat der Political Correctness unterwerfen. Wer sich, und sei es auch nur aus Bequemlichkeit oder Trägheit, der zunehmenden Ausdün nung von Privatheit nicht entgegenstellt, nimmt in Kauf, dass Autonomie und Selbstbestimmung ihre Grundlage verlieren. Es muss zu denken geben, dass das Bewusstsein für den Verlust der Privatheit bei einer breiten Öffentlichkeit kaum vorhanden ist und die hiesige Politik wenig zu beschäftigen scheint. Wird gelegentlich doch die Forderung nach vermehrtem Schutz der Privatsphäre erhoben, so bleibt diese isoliert und auf einen einzelnen Bereich beschränkt, wie entsprechende Bemühungen im Zusammenhang mit der Aufweichung des Bankgeheimnisses gezeigt haben.

Es wäre deshalb zu wünschen, dass sich eine stabile Lobby für das Recht auf Privatheit formiert, die gegen den Zeitgeist den Schutz der Privatheit energisch, konsequent und umfassend verteidigt.

Montag, 22. Dezember 2014

Enseigner le 21e siècle avec les méthodes du 19e

C'est à travers du blog médiatic de Gratien Kitambala, nous avons découvert l'émission télévisé Des Clics.  C'est un magazine télévisé de 15 minutes pour la promotion de la société de l’information en Congo et pour œuvrer pour un bon usage des médias et des TIC comme outils de développement par la population. C'est beaucoup et les moyens pour le faire sont peu. Mais regardons, ce qu Espérance Bora Kasighavo nous présente dans sa 12e émission:



Pendant l'émission, le Prof. Hypolite Kitambala dwan Essa dit que le problème est d'enseigner les téchniques du 21e siècle par les moyens du 19e, voir du 18e siècle. C'est vrai et cela se voit aussi dans l'émission, quand des élèves témoignent: la théorie comme aux premiers jours de l'informatique qui n'a pas vraiment des liens avec l'application des Technologies de l'information et de la communication.

En plus un état sans argent qui oblige les écoles d'enseigner des versions précises des logiciels d'un certain producteur, au lieu de certains genres de logiciels. Où trouve-t-on ecore Microsoft Office 2003? Si c'était écrit Suite bureautique récente, les écoles pourrait aussi utiliser des versions plus récentes ou des logiciels libre comme Gnome Office, KOffice, LibreOffice, OpenOffice.org, StarOffice. Il va de soit, que cela va aussi pour les tableurs et toute autre genre de logiciels, ainsi que les systèmes d'opération (par exemple Lubuntu ou BSD).

Effectivement, il y a principalement deux avantages à adopter les logiciels libres: Le premier est économique, le second est politique. L'Afrique pourrait acquérir son autonomie informatique en les adoptant, écriva le togolais Sankoré déjà en 2012; message qui ne semble malheureusement pas vraiment arrivé au Congo. Pourtant, le logiciel libre se présente pour nombre d’Africains comme un espoir d’informatisation. Toutefois, la migration vers le libre exige une organisation du monde des développeurs et un intérêt des entreprises et des gouvernements. L’utilisation des logiciels libres pour l’Afrique représenterait, selon Ramata Soré une opportunité de réduire la fracture numérique avec le Sud.

Samstag, 13. Dezember 2014

Virtuelle Bausteine für den klassischen Unterricht

In einem kürzlich erschienen Beitrag äusserten wir uns eher skeptisch über den Einsatz von Lernsoftware in der Schule. Viele Lernspiele seien für die Kinder eine Unterforderung, zitierten wir Prof. Hromkovič. Spannend für die Kinder sei es, eigene Ideen umzusetzen und dabei zu lernen.

Vor kurzem stiessen wir auf LearningApps.org, einer Web 2.0-Anwendung zur Unterstützung von Lern- und Lehrprozessen. Einerseits sagt Learningapps in aller deutlichkeit, dass es sich bei ihr um kleine interaktive Bausteinen handle, die in ein konkretes Lernszenario eingebaut werden müssten. Zweitens ist die Anwendung äusserst einfach zu bedienen. Es können anhand von Vorlagen eigene Übungen erstellt werden. Es können aber auch einfach bestehende Übungen, die einem Lehrer nicht ganz passen, ins eigene Konto kopiert und dort angepasst werden. Das erstellen von eigenen Apps ist dabei so einfach, dass selbst Drittklässler das schaffen.

Der Bausteinschmiede "Learningapps" merkst man an, dass sie von der Pädagogischen Hochschule Bern zusammen mit der Universität Mainz und der Hochschule Zittau/Görlitz entwickelt worden ist. Allen Hromkovič'schen Kriterien entspricht zwar auch sie nicht, aber mit dem Ansatz des Selbermachen und des punktuellen Einsatzes als Baustein, haben die Entwickler vieles richtig gemacht. Soviel richtig gemacht, dass bereits in 15 Sprachen in von Freiwilligen Übersetzten Versionen bestehen.